2. Februar 2009 von Enrico
Bei Degus, wie auch bei anderen Nagern, gibt es einige Erkrankungen des Auges. Drei häufige, die bei uns auch schon vorkamen, möchte ich gerne etwas näher erläutern. Auf gar keinen Fall sollte man mit Kamille ans Auge gehen, denn Kamille reizt das Auge noch zusätzlich und trocknet es aus.
Hornhautverletzung
Eine Hornhautverletzung kann durch Fremdkörper wie Heu, Sand oder auch Einstreu hervorgerufen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht durch eine Verletzung bei Kämpfen. Nachgewiesen wird eine Verletzung der Hornhaut durch einen Fluoresceintest beim Tierarzt. Die Behandlung erfolgt durch antibiotische und regenerierende Augensalbe. Natürlich muss, sofern noch vorhanden, der Fremdkörper aus dem Auge entfernt werden.
Bindehautentzündung
Eine Bindehautentzündung wird auch Konjunktivitis genannt und kann viele verschiedene Ursachen haben. Da wäre z.B. Zugluft, nicht ausreichende Hygiene oder auch allergische Reaktionen auf z.B. zu staubige Einstreu. Natürlich besteht auch die Möglichkeit einer bakteriellen oder viralen Infektion. In den meisten Fällen äußert sich eine Bindehautentzündung durch eitrigen Ausfluss und Augenkneifen. In jedem Fall sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt sollte eine Verletzung der Hornhaut ausschließen und wird wahrscheinlich eine antibiotische Augensalbe verschreiben.
Linsentrübung
Eine Linsentrübung, auch Grauer Star oder Katarakt genannt, wird beim Degu oft in Verbindung mit Diabetes genannt. Oft scheint es aber auch erblich oder altersbedingt zu sein. Das einzige, was man da leider tun kann, ist auf die Ernährung zu achten und zu hoffen, dass es keine Diabetes ist. Der fortschreitende Graue Star führt meist zu einer Erblindung. Allerdings ist das für Degus kein Problem, sie kommen sehr gut damit zu recht.
Weitere mögliche Erkrankungen des Auges:
- Glaukom (erhöhter Augeninnendruck, sehr selten)
- Hervortreten des Augapfels (meist ein Abszess hinter dem Auge, verursacht durch Zähne die nach innen wachsen)
- Entzündung des Tränen-Nasen-Kanals (kann auch durch Zahnwachstum verursacht werden)
Bitte geht bei Auffälligkeiten lieber einmal zu viel zum Tierarzt.
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29. Januar 2009 von Enrico
Heute haben wir mal wieder eine kleine Weltreise zu unserem Tierarzt unternommen. Mit im “Gepäck” Pinky und Brain, beides Kandidaten für Zahnprobleme. Aufgefallen ist es uns beim Essen. Da hat Pinky sich die ganze Zeit an den Zähnen rumgetan und weil unser Brain auch immer Probleme mit zu langen Schneidezähnen hat, durfte er gleich mitfahren.
Wie fast immer gab es für die Beiden eine leichte Gasnarkose. Als erstes war Pinky dran. Er hatte, wie schon erwartet, einen zu langen Backenzahn. Dem Brainy wurden danach die oberen Schneidezähne gekürzt. Dabei haben wir gesehen, dass der untere rechte Zahn komplett fehlt und der obere rechte ziemlich locker ist. Zum Glück kommt er damit ganz gut klar. Interesant ist bei den Beiden, dass sie sich fast nichts anmerken lassen. Sie fressen munter weiter und sind eigentlich wie immer. Da haben wir bei unseren Mädels schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Die haben sich immer gleich total gehen lassen, als müssten sie gleich sterben.
Für alle die sich jetzt vielleicht fragen, warum wir dafür eine “Weltreise” gemacht haben, kommt jetzt noch die Erklärung. Unser Tierarzt hat seine Praxis in Pasing, das ist ziemlich im Westen von München und wir wohnen ein Stück außerhalb im Osten. Das macht genau 45 km einfach. Warum wir dahin fahren, weil es unserer Meinung nach einer der Besten in der Gegend ist und wir einfach Vertrauen in ihn haben und ein weiterer Grund ist, dass er sich gut mit Gasnarkose auskennt. Darüber hat er sogar seine Doktorarbeit geschrieben.
Nun aber genug der Lobeshymnen, wer noch einen guten Tierarzt in München sucht, sollte sich auf jeden Fall mal seine Homepage ansehen. Zu ihm gefunden haben wir übrigens über Biene, die dort schon vorher gute Erfahrungen gemacht hat.
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16. Januar 2009 von Enrico
Seit ein paar Tagen gibt es bei unseren Degus einen neuen Terminator. Pfoti, der bestimmt schon seit einem dreiviertel Jahr ein tränendes Auge hatte, ist plötzlich wieder völlig gesund. Kein Tränen und kein Kneifen mehr. Dafür hat es nun Candy erwischt. Als ob sie nicht schon durch ihr Alleinsein genug gestraft wäre, hat sie jetzt auch noch eine Augenentzündung und bekommt seit ein paar Tagen auch antibiotische Augensalbe. Hoffentlich geht das schnell wieder weg.
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13. Dezember 2008 von Enrico
Die Geschlechter lassen sich bei Degus relativ leicht unterscheiden, meist schon von Geburt an. Wenn man den Unterschied allerdings nicht kennt, sieht es ziemlich ähnlich aus. Wenn man also Degus halten möchte, sollte man sich vorher die folgenden Unterschiede einprägen, damit es dann nicht zu ungewolltem Nachwuchs kommt. Das passiert leider noch viel zu oft und wir empfehlen daher auch, sich lieber im Deguforum umzusehen, denn da gibt es meist genügend Tiere die ein neues Zuhause suchen.
Weibliche Degus haben im Vergleich zu männlichen einen nur sehr geringen Abstand zwischen Harnröhrenzäpchen und After. Beim Männchen beträgt dieser Abstand ca. 5 bis 10 mm. Dazwischen verläuft beim männlichen Degu eine Hautfalte.


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17. Oktober 2008 von Enrico
Hier ein paar Beispiele:
Eingewachsene und zu lange Backenzähne
- Das Kürzen der Zähne sollte am Besten unter Narkose durchgeführt werden, da es doch sehr großen Stress für die Tiere bedeutet. Im schlimmsten Fall könnte es zum Tod durch einen Schock führen.
- Schwierig ist, rechtzeitig zu bemerken das etwas nicht stimmt, wobei es da doch gravierende Unterschiede gibt. Bei unseren Jungs zum Bespiel merkt man fast nix. Sie benehmen sich ganz normal, fressen auch weiter, nehmen aber kontinuierlich ab.
- Eine unserer Mädels dagegen, sah immer aus als wäre sie todkrank, hat sich von einen auf den anderen Tag kaum noch bewegt und wollte überhaupt nichts mehr essen.
Ausgeschlagene Schneidezähne
- Unser Pinky hat das mal geschafft. Einer von den oberen Schneidezähnen war abgebrochen und der andere locker. Der Tierarzt hat den Lockeren dann entfernt. Wir haben daraufhin Futter zerkleinert und er musste ein paar Tage lang Krümel fressen. Die Zähne von Degus wachsen zum Glück sehr schnell nach (ca. 2 Wochen).
Zu lange Schneidezähne
- Obere und untere nutzen sich nicht gleichmäßig ab
- Evtl. weitere Zahnfehlstellung als Ursache
Zahnprobleme haben bei uns bisher die meisten Tierarztkosten verursacht.
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