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Der aktuelle Käfig

img_1277Das ist unser aktueller Käfig. Darin leben zur Zeit 8 Degus. Links unsere 3 Damen und rechts die Herren.

Der Hauptkäfig in der Mitte besteht aus einem Alu-Stecksystem und vorwiegend Glas. Seine Außenmaße sind ca. 207x60x220 cm. Innen hat jede Gruppe 100x60x150 cm Platz.

Außerdem gibts für jede Gruppe einen Anbau. Bei unseren Mädels ragt dieser, quasi als Raumteiler, mitten in unser Wohnzimmer. Sie genießen es richtig, jetzt den vollen Überblick zu haben. Seine Maße sind innen ca. 160x40x40 cm.

Für die Jungs war leider nicht ganz soviel Platz. Sie haben zusätzlich nochmal ca. 125x45x90 cm.

Wie wir zu Degus kamen

cimg0443Da ich bis ich von Zuhause auszog mein ganzes Leben von Katzen umgeben war, wollte ich unbedingt ein Haustier. Nur leider können wir in unserer Wohnung keine Katzen halten, da wir im Hochparterre wohnen und ich es für sehr wichtig halte, dass eine Katze auch raus kann. Dann sah ich bei einer Freundin Rennmäuse und fand diese ganz toll. Damals dachte ich, man könne Rennmäuse ohne Problem in einem kleinen Aquarium halten. Das fanden wir sehr praktisch, weil wir eigentlich keinen Dreck in der Wohnung haben wollten, wie wir es beide schon früher von Meerschweinchen her kannten.

Also fuhren wir am 04. Juli 2005 zum Dehner, um dort Rennmäuse zu kaufen. Dort gab es aber keine. Mir ist dann noch eine Zoohandlung eingefallen, aus der ich auch früher meine Meerschweinchen hatte. Dort gab es dann auch Renner, aber wir wollten eigentlich drei und es gab nur noch zwei. Die Verkäuferin zeigte uns dann zwei Degus. Wir hatten vorher noch nie etwas von diesen Tieren gehört, fanden sie aber sofort total putzig. Auf dem Schild an ihrem Käfig (so kann man es eigentlich nicht nennen, denn es war viel mehr eine Schublade) stand, dass sie sich z.B. von Zwiebelschalen ernähren würden. Außerdem wurde uns dann noch gesagt, dass Degus noch zutraulicher als Ratten werden. Die Verkäuferin hat uns dann auch noch einen Käfig, der angeblich sehr groß wäre, verkauft. Der Käfig hat knapp 200 Euro gekostet und hatte ca. die Maße 80x45x80 (L/B/H). Dann haben wir noch eine Packung Degufutter (Firma werde ich hier nicht nennen, war aber auch nicht gerade das beste Futter), eine Trinkflasche, einen Napf, Einstreu, eine Korkröhre und ein Buch über Degus gekauft. Die Verkäuferin kontrollierte nochmal das Geschlecht und kam zu dem Schluß, dass es sich um zwei Brüder handelte. Die beiden wurden dann in einen Karton verpackt und wir machten uns mit ihnen auf den Weg nach Hause. Ich glaube, ich habe auf dem Heimweg mindestens zehnmal vergessen, was wir da gerade gekauft hatten: “Was haben wir da gerade gekauft?” Nochmal auf den Karton geschaut, “Ah zwei DEGUS!”.

Zuhause angekommen haben wir dann den Käfig hergerichet und die beiden “Kerlchen” reingesetzt. Sie haben sich sehr schnell in die Korkröhre verkrochen und hatten wohl ziemliche Angst. Währenddessen haben wir uns dann mal im Internet ein wenig nach Degus umgesehen und stellten dann sehr schnell fest, dass wir in der Zoohandlung ziemlich schlecht beraten wurden. Vor allem war der Käfig natürlich viel zu klein und außerdem war der Boden des Käfigs auch noch aus Plastik. Wir kamen dann zu dem Schluß, dass wir den beiden einen größeren Käfig bauen müssen (genaueres hierzu könnt ihr in einem anderen Beitrag lesen). Wir nannten die Beiden dann Erkan und Stefan. Kurz darauf stellte sich dann auch noch heraus, dass der Stefan wohl eher die Steffi war. Der damalige Erkan heißt heute übrigens Pfoti, seidem er diesen Tick mit dem Kahlfressen seiner Pfote hat.

Diese Geschichte schreibe ich nicht nur, weil sie unterhaltsam sein soll, sondern vor allem auch, weil sie eines von sehr vielen Beispielen ist, warum man Zoohandlungen, Zooabteilungen in Baumärkten, usw. nicht unterstützen sollte! Wir wurden ja wirklich mehr als nur falsch beraten. Die Geschlechtsbestimmung war absolut falsch, der Käfig viel zu klein und was sollte denn das mit den Zwiebelschalen? Und auch zu behaupten, dass Degus sehr zutraulich werden, zeugt nicht gerade von großer Kompetenz. Natürlich können sie zutraulich werden, aber manche Degus bleiben ihr Leben lang scheu und zurückhaltend. Aber ich werde auch noch in einem separaten Beitrag meine Argumente gegen den gewerblichen Verkauf von Kleintieren niederschreiben.

Naja, und was ist aus unseren anfänglichen Wünschen an unsere zukünftigen tierischen Mitbewohner geworden? (Sie sollten wenig Platz benötigen und keinen Dreck in der Wohnung machen.) Zum Platz kann ich nur sagen, dass die Degus mittlerweile schon fast unser ganzes Wohnzimmer eingenommen haben und Dreck ist natürlich auch kaum zu vermeiden, wenn man den Käfig aufmacht und Heu auffüllt. Aber es lohnt sich trotzdem für diese niedlichen und vor allem auch sehr interessanten Tiere ein Stück der eigenen Wohnqualität zu opfern!

Der Anbau Teil 2

cimg2211Natürlich mussten dann auch unsere Jungs noch einen Anbau bekommen. Das wäre ja sonst unfair. Da wir neben dem Käfig eh einen Schrank mit ungenutzer Fläche obendrauf hatten, konnten wir die ja gleich nutzen.
Also kurz geplant und in die Tat umgesetzt. Rausgekommen ist dabei das, was ihr auf dem Bild sehen könnt. Die Maße sind ca. 120x45x70 cm. Mehr hat leider nicht hingepasst. Schade, vor allem weil wir bei den Mädels gesehen haben, wie gerne sie laufen.

Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, wird es aber auch für die Jungs mehr Platz geben.

Der Anbau Teil 1

100_7909Als erstes wollten wir unseren Mädels etwas gutes tun, weil diese um einiges aktiver sind. Allerdings musste dadurch auch der Schweiniekäfig weichen. Also habe ich diesen gleich mit in den Anbau integriert. Alles steht auf 2 “Malm”-Kommoden von IKEA. Der neue Schweinchenkäfig ist damit 160 x 60 cm groß geworden. Darauf steht der Anbau, aus zugeschnittenen Multiplexplatten und Aquariumscheiben.

uebergangAm Schwierigsten (abgesehen vom Zerschneiden des Aquariums) war die Überlegung, wie ich den Übergang vom Käfig zum Anbau machen soll. Alles musste ja auch irgendwie trennbar sein. Das hat mich einige Tage und schlaflose Nächte gekostet. Letztendlich hab ich es irgendwie geschaft, mich aus dem Käfig an der Seite rauszuschlängeln. Leider ist fast der gesamte Übergang aus Holz und so musste ich schon 2 mal nachbessern, da sich die Nasen einfach rausfressen wollten.

Ein riesen Vorteil unseres Anbaus ist, dass man die Käfigteile nun trennen kann, zum Beispiel beim Saubermachen und auch bei Krankheit oder Streit.

Und es macht riesige Freude die Mäuse so laufen zu sehen. Es sind halt einfach Lauftiere und nicht unbedingt Kletterer, obwohl sie das auch gerne machen.

Vergesellschaftung Teil 2

cimg2111Nachdem unsere Ally gestorben war, fanden wir beide den Käfig viel zu leer und waren uns einig noch weitere Degus aufzunehmen, falls sich etwas ergibt. Also haben wir uns im Forum umgeschaut und sind auch relativ schnell fündig geworden. Da waren also 2 kleine, ca. 8 Wochen alte Mädels in Mannheim und ein einzelnes in der Nähe von Memmingen.
Wir hatten Glück, dass uns der Besitzer der beiden aus Mannheim entgegenkommen wollte. So haben wir uns dann in der Nähe von Ulm getroffen und die “Übergabe” gemacht. Auf dem Rückweg von Ulm, das hatten wir vorher passend ausgemacht, sind wir noch einen kleinen Umweg über Memmingen gefahren.
Dort haben wir dann noch ein aufgewecktes und bereits sehr zutrauliches Weibchenhalt, das ist ja gar kein Weibchen!? Da mussten wir das kleine Kerlchen also dort lassen.

Die zwei Kleinen kamen dann vorübergehend in unseren alten Käfig um sich an die Umgebung und an uns zu gewöhnen. Allerdings ging das viel schneller als wir dachten. Bereits am selben Tag sind schon beide auf uns rumgelaufen.

Am nächsten Tag haben wir dann unsere Großen mal an den Kleinen schnüffeln lassen und als das gut ging, haben wir uns gedacht, wir setzen sie jetzt einfach dazu. “Sind ja noch klein.”

Die Alten waren ganz neugierig und wollten die kleinen Zwerge beschnüffeln, putzen und natürlich auch gleich unterwerfen. Aber auf eine eigentlich ganz nette Art. Leider haben die kleinen das wohl missverstanden und wollten sich das nicht gefallen lassen. Wahrscheinlich hatten sie auch Angst vor den Großen.

So ging es dann eine ganze Weile, dass die Großen die Kleinen gejagt haben. Teilweise haben die Kleinen geschrien wie am Spieß und sind sogar ein paar mal auf die Großen losgegangen. Aber natürlich hatten sie keine Chance. Irgendwann hat sich dann die Erste (wahrscheinlich die Nelly) ergeben und sich “knuddeln” lassen, denn mehr wollten die Großen ja gar nicht. Die Nelly hat dann auch schnell gemerkt, dass ihr nicht passiert, und hat es brav über sich ergehen lassen.

Dann war die Sally dran. Nun konnten sich unsere 3 Großen voll und ganz auf sie konzentrieren. Das ging dann auch relativ schnell. Nachdem das auch erledigt war, wurde, wie auch damals schon bei unseren Jungs, erstmal im Stapel geschlafen.

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