Nachdem die drei nochmal 2 Wochen Gitter an Gitter gelebt haben, haben wir heute einen neuen Versuch gestartet. Die Candy hat ihr Verhalten in den letzten Wochen enorm verbessert, aber leider war dieses Mal die Lexy ziemlich aggressiv und hat die Candy angegriffen. Wir sehen nun leider keine Chance mehr, die 3 zusammenzubringen. Ich denke, daß es prinzipiell zwischen Candy und Lexy alleine passen könnte, aber nicht in der Konstellation mit der Oma zusammen. Das scheint einfach nicht zu passen.
Wir haben dann die Oma und Lexy nach oben in den großen Käfig gesetzt und versucht die Candy Gitter an Gitter mit Nelly und Sally zu lassen, einfach um zu sehen was passiert. Das ging leider nicht mal mit doppelt gesichertem Gitter. Die Sally war so aggressiv gegen die Candy, daß sie dann sogar ihre Schwester angegriffen hat. Nelly haben wir dann rausgenommen und nur noch Sally und Candy am Gitter gelassen. Enrico hat dann, um die Sally etwas abzulenken, sie mal von der Seite angestupst. Sie ist sofort auf die Hand losgegangen, wie ein scharfer Kampfhund. Zum Glück hatte er vorsorglich Handschuhe an.
Sally musste dann, um sich abzureagieren, ins Gefängnis raus in den Flur. Das Gleiche haben wir dann nochmal mit Nelly allein probiert. Ähnliches Verhalten, aber bei weitem nicht so aggressiv. Um wirklich alles probiert zu haben, kam dann nochmal die Sally zu Oma und Lexy ans Gitter. Sie war wieder ziemlich aggressiv, aber nicht so aggressiv wie auf die Candy. Zu allem Überfluss mussten wir dann noch bangen, dass sich Nelly und Sally noch vertragen. Die beiden waren auch ganz schön “stinkig” aufeinander, aber es hat dann doch geklappt.
Das einzig positive an dem Tag ist, dass wir ne ganze Menge über unsere Degus gelernt haben. Zum Beispiel, dass Nelly und Sally wohl schon eine genetisch bedingte Grundaggressivität haben. Außerdem haben wir festgestellt, dass das Gedächtnis von Degus wohl doch ziemlich weit zurückreicht. Die Candy hat zum Beispiel ihren alten Käfig sofort wiedererkannt, und das nach 6 Wochen. Außerdem sind wir der Meinung, dass sich auch die Streithähne sofort wiedererkannt haben.
Nun bleibt uns nur die Lexy und die Oma wieder abzugeben, weil es einfach nicht funktioniert. Für Candy erscheinen uns momentan ganz junge Degus am geeignetsten. Hauptsache sie muss nicht mehr zu lange alleine sein.
Gestern habe ich einen neuen Platz für unsere Laufräder gefunden: Auf dem Anbau der 2 “kleinen” Mädels. Dabei steht der Fuß vom Laufrad ca. 3 cm über den Rand, aber das haben die “Kleinen” sofort gemerkt. Scheinbar wirft das jetzt einen anderen Schatten und sie haben sich total dafür interessiert. Das Ganze sieht dann so aus:
Da ich gerade eine 2. Transportbox baue, dachte ich mir, kann ich auch gleich parallel eine Anleitung dafür schreiben.
Einkaufsliste:
Bretter (Multiplex 9mm) Zuschnitt: (6,80 Euro)
3 x 25 cm x 20 cm (unten, vorne und hinten)
2 x 20 cm x 18,2 cm (Seiten)
1 x 25 cm x 19 cm (Deckel)
8 Winkel zum Verbinden ca. 3 cm x 3 cm (5,92 Euro)
2 Scharniere 6 cm x 3 cm (2,99 Euro)
Verschluss (3,89 Euro)
Griffe (4,58 Euro)
sehr kurze Schrauben (ca. 3 x 12), am Besten wäre 3 x 10, aber ich glaube die gibt’s gar nicht
Unterlegscheiben
Gitter (Hühnerdraht oder Stahlgitter)
Da ich Schrauben, Unterlegscheiben und Gitter noch hatte, hat die ganze Transportbox nichtmal 25 Euro gekostet.
Ablauf:
Rechteck aus einen Seitenteil sägen: Mit einem Abstand von ca. 3 cm nach rechts, links und oben und ca. 7 cm nach unten sägt man ein Rechteck aus. Ich benutze dazu eine Laubsäge. Das ist zwar sehr aufwendig, aber dafür genauer und es kann nicht ausreißen. Man kann hier sicher auch eine Stichsäge verwenden.
Boden und Seitenteile verschrauben: Zuerst sollte man allerdings testen, ob die Schrauben auch kurz genug sind (am Besten an dem ausgesägten Stück, evtl. Unterlegscheiben dazwischen bis es passt).
Gitter zuschneiden und anbringen: Gitter so zuschneiden, dass es auf jeder Seite ca. 1 cm übersteht und dann von außen über das gesägte Loch schrauben.
Griffe anbringen: Aufgrund des dünnen Holzes sollte man die Griffe mit Maschinenschrauben (Schraube + Mutter) anbringen. Dazu die Griffe anhalten und die Löcher anzeichnen. Dann mit dem entsprechenden Holzbohrer die Löcher bohren und dann die Griffe festschrauben.
Deckel und Verschluss anbringen: Die Scharniere, wie auf dem Bild, zuerst an der Box und dann am Deckel festschrauben. Danach den Verschluss anbringen.
Wenn man will, kann man die unteren Kanten noch mit Plastikwinkeln (von außen) sichern. Ich habe das hauptsächlich gemacht, damit das Holz nicht die Autositze schädigt und auch keine Feuchtigkeit durchgehen kann.
Das “Fenster” kann man, wenn man möchte, natürlich auch an alle anderen Seiten machen. Ich habe es dahin gemacht, weil vorne der Verschluss zuviel Platz wegnimmt und ich hinten auch blöd finde. Eine Alternative wäre aus meiner Sicht noch der Deckel, dann kann allerdings der Degu drinnen nicht so gut rausschauen.
Da wir das Gefühl hatten, dass sich Candy und Lexy gut verstehen, haben wir gestern mal die Beiden zusammengesteckt. Es hat auch echt toll funktioniert. Sie sind sich zwar größtenteils aus dem Weg gegangen, haben sich aber auch immer wieder getroffen und sich ganz lieb gegenseitig beknabbert. Nach ca. 2 Stunden haben sie dann sogar nebeneinander geschlafen.
Heute haben wir das Gleiche nochmal probiert und es ging wieder genauso gut. Diesmal hat Lexy sogar unsere Candy ziemlich heftig dominiert und sie hat sich nicht gewehrt. Nach einer Weile friedlichen Zusammenlebens haben wir dann die Oma noch dazu gesetzt. Dadurch hat sich das Verhalten von Candy wieder total gedreht. Sie hat die Oma gleich wieder in die Ecke gedrängt und auch mehrmals ihr Bein gehoben. Sogar bei der Lexy, mit der sie sich noch kurz vorher super verstanden hat.
Wir haben momentan echt keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Wahrscheinlich müssen sie einfach noch länger Gitter an Gitter leben.
Wir haben heute versucht die drei zusammenzusetzen, aber leider lief es nicht ganz so gut. Candy und Lexy sind sich meist aus dem Weg gegangen und haben sich, wenn sie sich mal begegnet sind, eigentlich ziemlich gut verstanden. Aber die Candy hat leider die ganze Zeit versucht, die Oma zu dominieren. Die Oma hat sich natürlich auch brav unterworfen, aber die Candy hat einfach nicht damit aufgehört. Nach einiger Zeit hatte die Oma dann wohl auch mal genug davon (kann man ihr auch wirklich nicht verdenken!) und hat sich ein bißchen gewehrt. Daraufhin ist das ganze dann etwas eskaliert und wir haben die drei wieder getrennt. Wir haben es dann eine Stunde später nochmal versucht. Es ging wieder eine Weile lang einigermaßen gut, bis wieder genau das Gleiche passiert ist.
Sie sind jetzt wieder getrennt und wir warten jetzt erst mal noch eine Weile ab, bis wir es wieder versuchen.