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Augenerkrankungen

LinsentrübungBei Degus, wie auch bei anderen Nagern, gibt es einige Erkrankungen des Auges. Drei häufige, die bei uns auch schon vorkamen,  möchte ich gerne etwas  näher erläutern. Auf gar keinen Fall sollte man mit Kamille ans Auge gehen, denn Kamille reizt das Auge noch zusätzlich und trocknet es aus.

Hornhautverletzung

Eine Hornhautverletzung kann durch Fremdkörper wie Heu, Sand oder auch Einstreu hervorgerufen werden. Eine weitere Möglichkeit besteht durch eine Verletzung bei Kämpfen. Nachgewiesen wird eine Verletzung der Hornhaut durch einen Fluoresceintest beim Tierarzt. Die Behandlung erfolgt durch antibiotische und regenerierende Augensalbe. Natürlich muss, sofern noch vorhanden, der Fremdkörper aus dem Auge entfernt werden.

Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung wird auch Konjunktivitis genannt und kann viele verschiedene Ursachen haben. Da wäre z.B. Zugluft, nicht ausreichende Hygiene oder auch allergische Reaktionen auf z.B. zu staubige Einstreu. Natürlich besteht auch die Möglichkeit einer bakteriellen oder viralen Infektion. In den meisten Fällen äußert sich eine Bindehautentzündung durch eitrigen Ausfluss und Augenkneifen. In jedem Fall sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt sollte eine Verletzung der Hornhaut ausschließen und wird wahrscheinlich eine antibiotische Augensalbe verschreiben.

Linsentrübung

Eine Linsentrübung, auch Grauer Star oder Katarakt genannt, wird beim Degu oft in Verbindung mit Diabetes genannt. Oft scheint es aber auch erblich oder altersbedingt zu sein. Das einzige, was man da leider tun kann, ist auf die Ernährung zu achten und zu hoffen, dass es keine Diabetes ist. Der fortschreitende Graue Star führt meist zu einer Erblindung. Allerdings ist das für Degus kein Problem, sie kommen sehr gut damit zu recht.

Weitere mögliche Erkrankungen des Auges:

  • Glaukom (erhöhter Augeninnendruck, sehr selten)
  • Hervortreten des Augapfels (meist ein Abszess hinter dem Auge, verursacht durch Zähne die nach innen wachsen)
  • Entzündung des Tränen-Nasen-Kanals (kann auch durch Zahnwachstum verursacht werden)

Bitte geht bei Auffälligkeiten lieber einmal zu viel zum Tierarzt.

Backenzahn vom DeguHeute haben wir mal wieder eine kleine Weltreise zu unserem Tierarzt unternommen. Mit im “Gepäck” Pinky und Brain, beides Kandidaten für Zahnprobleme. Aufgefallen ist es uns beim Essen. Da hat Pinky sich die ganze Zeit an den Zähnen rumgetan und weil unser Brain auch immer Probleme mit zu langen Schneidezähnen hat, durfte er gleich mitfahren.

Wie fast immer gab es für die Beiden eine leichte Gasnarkose. Als erstes war Pinky dran. Er hatte, wie schon erwartet, einen zu langen Backenzahn. Dem Brainy wurden danach die oberen Schneidezähne gekürzt. Dabei haben wir gesehen, dass der untere rechte Zahn komplett fehlt und der obere rechte ziemlich locker ist. Zum Glück kommt er damit ganz gut klar. Interesant ist bei den Beiden, dass sie sich fast nichts anmerken lassen. Sie fressen munter weiter und sind eigentlich wie immer. Da haben wir bei unseren Mädels schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Die haben sich immer gleich total gehen lassen, als müssten sie gleich sterben.

Für alle die sich jetzt vielleicht fragen, warum wir dafür eine “Weltreise” gemacht haben, kommt jetzt noch die Erklärung. Unser Tierarzt hat seine Praxis in Pasing, das ist ziemlich im Westen von München und wir wohnen ein Stück außerhalb im Osten. Das macht genau 45 km einfach. Warum wir dahin fahren, weil es unserer Meinung nach einer der Besten in der Gegend ist und wir einfach Vertrauen in ihn haben und ein weiterer Grund ist, dass er sich gut mit Gasnarkose auskennt. Darüber hat er sogar seine Doktorarbeit geschrieben.

Nun aber genug der Lobeshymnen, wer noch einen guten Tierarzt in München sucht, sollte sich auf jeden Fall mal seine Homepage ansehen. Zu ihm gefunden haben wir übrigens über Biene, die dort schon vorher gute Erfahrungen gemacht hat.

Unsere TransportboxenDienstag Abend stellten wir fest, dass Brainys obere Schneidezähne etwas zu lang und schief waren. Das gleiche war vor ein paar Wochen schon einmal aufgetreten. Bevor ich dann ins Bett ging, fiel mir auch noch auf, dass die Candy sehr langsam gegessen hat. Am nächsten Tag bin ich dann auch noch selbst krank aufgewacht, hatte mir wohl eine Grippe eingefangen. Dann wollte auch noch mein Vater am Vormittag zum Frühstücken bei mir vorbei kommen. Kurz vorher bin ich dann nochmal zu den Degus, um zu kontrollieren, ob die Candy wieder schneller essen kann. Leider hatte sich aber nichts verändert. Da Degus ja einen sehr empfindlichen Verdauungstrakt haben und es äußerst schlecht für sie enden kann, wenn sie länger nichts essen, habe ich dann sofort beim Tierarzt angerufen. Ich hätte dann aber erst für den nächsten Tag einen Termin bekommen und so lange wollte ich nicht mehr warten. Also mußten wir uns ziemlich beeilen, um es noch zur Sprechstunde zu schaffen. War natürlich auch sehr praktisch, daß mein Vater gerade da war und ich nicht alleine fahren mußte.

Nun muß ich ein bißchen vom Thema abschweifen und etwas über unsere Transportboxen erzählen. Wir haben leider nur eine wirklich degusichere Transportbox, die der Enrico selbst gebaut hat. Wir nennen sie das Gefängnis, weil sie auch wie eins aussieht ;-) Die zweite Transportbox ist eine Plastikbox, die an der Seite relativ große Schlitze als Griff hat und die wir normal eigentlich für die Meerschweinchen benutzen. Die beiden Schlitze an der Seite wurden aber vor einigen Monaten mit Holzleisten einigermaßen degusicher gemacht. Nach einigen Degu-Transporten wurde aber das ganze Plastik um die Holzleisten doch schon ganz schön zerlöchert, also ordnete ich an, die Holzleisten zu entfernen, um die Box wieder nur für die Meerscheinchen zu benutzen und dass die beiden eben auch noch genug Luft bekommen.

Leider bemerkte ich nicht, dass die Holzleisten mittlerweile auch wirklich abmontiert wurden. Ich fing also erstmal den Brainy ein und steckte ihn ins Gefängnis. Dann musste ich die Candy einige Zeit durch den Käfig jagen, bis ich auch sie endlich in die Plastikbox setzen konnte. Während mein Vater gerade in der Küche stand und ich mich schnell noch umziehen ging, hörte ich ihn dann plötzlich rufen: “Hey, hier läuft ein Degu durchs Wohnzimmer!”

Ich hielt das natürlich erstmal für einen schlechten Scherz. Aber Tatsache, die Candy lief einfach munter durchs Zimmer. Nach einiger Zeit hatten wir es dann geschafft, sie unter dem Meerschweinkäfig wieder hervorzujagen und einzufangen. Ich war mir so sicher, dass das für sie jetzt schon zu viel Action war und sie sich in der Box nur noch unter dem Heuberg verkriechen wird, da sie ja sonst auch immer auf alles so hypersensibel reagiert. Aber falsch gedacht…

Beim Raustragen zum Auto haben wir natürlich ganz genau darauf geachtet, die beiden Schlitze der Box gut geschlossen zu halten. Der Brainy im Gefängnis kam dann auf den Rücksitz und wurde dort angeschnallt. Die Box mit der Candy nahm ich auf den Schoß und hielt die Schlitze schön zu. Aber nach kurzer Fahrzeit fing das kleine Biest an mir in die Hand zu beißen und zu kratzen. Zum Glück haben wir dann eine Parkscheibe gefunden, womit sich immer ein Schlitz ganz gut zuhalten ließ. Ich mußte nur immer schnell genug merken, wenn sie wieder die Seiten wechselte. Bei ca. 45 Minuten Autofahrt war das ganz schön anstrengend, vor allem wenn man sich selbst auch noch immer kränker fühlt.

Beim Tierarzt bekam die Candy dann erstmal eine Inhalationnarkose. Währenddessen wurden Brainys Vorderzähne gekürzt. Es stellte sich heraus, dass einer der unteren Schneidezähne sogar abgebrochen ist. Das heißt, dass wir in ein paar Wochen vielleicht wieder seine oberen Schneidezähne kürzen lassen müssen. Bei der Candy waren dann ein paar zu lange Spitzen an den Backenzähnen zu sehen, die schließlich gekürzt wurden.

Aber nach dieser Horrorfahrt zum Tierarzt, dacht ich mir, schlimmer kann es wohl kaum werden, wenn Candy und Brainy die Boxen tauschen. Die Candy kam dann ins Gefängnis und der Brainy in die Plastikbox. So hätte ich es wohl gleich machen sollen. Er hat mich nur einmal ganz leicht in den Finger gezwickt, aber ansonsten war er total friedlich. Wahrscheinlich hätte ich ihn auch einfach mit der Box alleine im Wohnzimmer stehen lassen können, ohne dass er da gleich ausbricht ;-)

Nach ein paar Tagen haben wir uns alle wieder von diesen Erlebnissen erholt. Die Candy isst wieder deutlich schneller, der Brainy ist auch wohlauf und mir geht es auch endlich wieder besser. Aber es wird wohl langsam wirklich Zeit, ein zweites Gefängnis zu bauen!

Zahnprobleme

ZähnchenHier ein paar Beispiele:

Eingewachsene und zu lange Backenzähne

  • Das Kürzen der Zähne sollte am Besten unter Narkose durchgeführt werden, da es doch sehr großen Stress für die Tiere bedeutet. Im schlimmsten Fall könnte es zum Tod durch einen Schock führen.
  • Schwierig ist, rechtzeitig zu bemerken das etwas nicht stimmt, wobei es da doch gravierende Unterschiede gibt. Bei unseren Jungs zum Bespiel merkt man fast nix. Sie benehmen sich ganz normal, fressen auch weiter, nehmen aber kontinuierlich ab.
  • Eine unserer Mädels dagegen, sah immer aus als wäre sie todkrank, hat sich von einen auf den anderen Tag kaum noch bewegt und wollte überhaupt nichts mehr essen.

Ausgeschlagene Schneidezähne

  • Unser Pinky hat das mal geschafft. Einer von den oberen Schneidezähnen war abgebrochen und der andere locker. Der Tierarzt hat den Lockeren dann entfernt. Wir haben daraufhin Futter zerkleinert und er musste ein paar Tage lang Krümel fressen. Die Zähne von Degus wachsen zum Glück sehr schnell nach (ca. 2 Wochen).

Zu lange Schneidezähne

  • Obere und untere nutzen sich nicht gleichmäßig ab
  • Evtl. weitere Zahnfehlstellung als Ursache

Zahnprobleme haben bei uns bisher die meisten Tierarztkosten verursacht.

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